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Adobe hat am 22. Oktober 2009 die Version “3″ ihres Photoshop Lightroom als Beta-Version zum Testen veröffentlicht. Dort kann man sich schon einmal vorab ansehen, was sich die Entwickler unter der neuen Version vorstellen, wie sie ausehen könnte und welche Funktionen fehlen oder hinzu gekommen sind.
Wer Lust zum Experimentieren hat, kann sich die Datei bei den Adobe Labs runterladen. Es gibt je eine Version für Windows (120 MB) und Mac (68.1 MB). Ich habe mir die Windows-Version geladen, musste aber drei Mal neu starten, weil der Server wohl aufgrund der hohen Anfragen Timeouts produzierte.
Ich beschränke mich zunächst erst mal auf die Funktionen, die ich selbst häufig nutze. Dabei fallen Diashow, Drucken und Web erst mal hinten runter.
Die Version kann neben einer laufenden 2.X installiert werden und das sollte man auch zwingend machen. Ein Import von Katalogen aus vorherigen Versionen ist in der LR3 beta deaktiviert, so dass man auch gar nicht in die Versuchung geraten kann, seine bereits vorhandenen Kataloge einzulesen und so möglicherweise zu zerstören.
Die beiden Versionen laufen gut nebeneinander. Aufgefallen ist mir, dass einige von den in Version 2.5 gemachten Vorgaben auch von LR3 übernommen wurden. Die Programme greifen also auf die gleichen Anwenderordner zu, was aber eigentlich bei einer Betaversion so nicht sein sollte. Das macht mir doch etwas Sorge, denn möglicherweise führt eine falsche Programmierung zur Zerstörung der Einstellungen, wenn man sie in LR2.5 wieder benutzen möchte. Allerdings hatte ich damit bisher noch keine Probleme, ich hoffe, das bleibt auch so.
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Startet man LR3, ändert sich zunächst erst mal nichts. Der Arbeitsbereich sieht ebenso aus, wie bei LR2 -ausser, dass die Betaversion nur in Englisch daherkommt. Der Bildaufbau ist etwas langsam, aber das kann auch durchaus am verwendeten Equipment und/oder an der möglicherweise noch nicht ganz optimierten Programmierung liegen.
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Da ich keine wichtigen Daten einlesen wollte, habe ich zunächst einmal einige Bilder von einer CF-Card importiert. Und hier zeigte sich auch gleich die erste sichtbare Neuerung: das Importfenster sieht nun nicht mehr Windows-Like aus, sondern ist endlich dem Design von Lightroom angepasst. Sämtliche Voreinstellungen können hier problemlos gemacht werden.
Das Importieren selbst läuft wie in der Vorgängerversion dann im Hintergrund, so dass man mit den meisten Funktionen weiter arbeiten kann. Die Geschwindigkeit lag in etwa bei der der Vorgängerversion.
Die Sichtung der Bilder, Ablehnen der Bilder (Taste ‘x’), Verschieben in die Schnellsammlung (Taste ‘b’) lief wie Automatisch, ebenso das anschliessende Löschen der abgelehnten Fotos.
Eine von LR2 als TXT-Datei exportierte Stichwortliste konnte ohne Probleme in LR3 eingelesen wedern (Danke TOM!). Leider gibt es auch in dieser Version das gleiche Problem, dass LR3 die Stichwörter automatisch alphabetisch sortiert. Schlecht für User, deren Bildagenturen die wichtigsten Schlagwörter am Anfang der Liste erwarten. Da sollte Adobe sich doch endlich mal dazu durchringen, dem Nutzer die Entscheidung zu überlassen, wie die Keywords sortiert werden.
TOM! (Twitter: fotolehrgang) ist auch noch aufgefallen, dass beim Import bei bereits mit XML-Entwicklungsangaben (LR2.5/Bridge) versehenen RAWs die Grid-Vorschauen zu fehlen scheinen. Zudem ist auch das Luminanztool (laut Adobe Video) in der Beta absichtlich tot ist. Das macht es aber schwieriger, die Noisereduction (das Entrauschen) zu beuteilen.
Adobe hat zur Betaversion einige Videos ins Netz gestellt, die man sich ruhig mal vorher anschauen sollte.
Geändert hat sich äusserlich bis auf das Importmodul zunächst einmal nicht viel. Alle Schalter und Fenster liegen dort, wo man sie kennt. Man darf gespannt sein, was sich die Entwickler weiter haben einfallen lassen, denn von LR2.5 auf LR3 ist ja eigentlich ein Versionssprung, der schon nach einer etwas grundlegenderen Überarbeitung des Programms schreit. Möglicherweise aber befinden sich die Neuheiten gar nicht so im Vordergrund. Ich werde jetzt mal einige Zeit auch mit den anderen Modulen testen und weiter berichten.
Update:
Da des öfteren jetzt schon die Fragen aufgekommen sind, ob man sich jetzt noch LR2.5 kaufen sollte, oder gleich mit der Version LR3Beta beginnen sollte, hier dazu meine Meinung: NEIN!
Auf keinen Fall! Die Betaversion ist das, was der Name schon sagt: eine noch nicht endgültige Testversion der Software, die noch Fehler haben kann. Nicht umsonst hat Adobe schliesslich auch den Import der aktuellen Datenbanken abgeschaltet. Zudem ist auch gar nicht gesagt, dass das Datenbankformat, in dem LR3Beta derzeit seine Informationen abspeichert, auch bei der Finalen Version beibehalten wird. Daneben sind einige Funktionen abgeschaltet, die möglicherweise später auch noch verändert werden.
Das alles kann letztendlich dazu führen, dass die mühsam eingegebenen Daten in LR3Beta nach der Fertigstellung im schlimmsten Fall nicht mehr lesbar sind.
Ich rate jedem davon ab, die LR3Beta jetzt sofort als scharfe Version zu nutzen. Es ist eine Testversion, die lediglich zeigen soll, was die Version, die ca. April 2010 auf den Markt kommen soll, leisten könnte. Also lieber jetzt LR2.5 kaufen und auf ein günstiges (vielleicht sogar kostenloses) Update auf LR3 hoffen.
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Twitter Updates
22 Oktober 2009 at 20:42
Hi Ralf,
also ich hab schon deutlich merkbare Unterscheide bemerkt.
Erst mal läufts bei mir wesentlich schneller. Das mag natürlich daran liegen, dass ich nur 10 Bilder im Katalog habe, wobei ich meinen LR2 Katalog auch immer recht klein halte. Allerdings sagt Adobe ja, dass LR3 schneller laufen soll.
Was mir aber noch viel positiver aufgefallen ist, ist das neue Entwickler Modul. Da sind einige nette Sachen hinzu gekommen, die ich immer vermisst habe. Vernünftiges Schärfen – und Rauschen hinzufügen. Beides funktioniert wirklich sehr gut, wie ich finde.
Ich freu mich wirklich auf die neue finale Version.
Kannst ja mal gucken, hier hab ich mal ein Foto mit den gleichen Einstellungen raus gerendert. Ich find den Unterschied schon recht deutlich
http://www.flickr.com/photos/pixel_boogie/4034592233/sizes/l/
22 Oktober 2009 at 20:54
Also langsamer lief es bei mir auch nicht. Von daher gehe ich auch davon aus, dass die Final-Version zumindest nicht langsamer, als die alte läuft. Auf die einzelnen Module habe ich mich noch nicht gestürzt, wollte nur mal einen ersten Eindruck vermitteln.
Also, wenn ich ehrlich bin, gefällt mir die Version von LR2 deutlich besser.