Wie einige von meinen Lesern ja inzwischen bekannt sein sollte, arbeite ich hauptberuflich als Fotograf bei der Bundeswehr. Zu meinen Aufgaben gehört dort unter anderem, dass ich einmal im Quartal nach Heide reise, um von den neuen Soldaten und Soldatinnen Passbilder für die Truppenausweise anzufertigen. Beim Ausdrucken hilft mir zum Glück eine Bundeswehrlabor, so dass meine Arbeit mit dem Upload der Bilder auf den Server der Druckerei endet.
Das Fotografieren geht in der Regel recht flott, die Soldaten kommen in Gruppen zu rund 25 Personen und anschliessend bleibt dann auch Zeit, die Daten in den Rechner einzulesen. Jetzt habe ich meine Ausstattung ein wenig verändert, so dass die Übertragung jetzt noch flotter geht. Und über die eingesetzte Technik werde ich euch jetzt berichten.
Die Soldaten kommen pro Einheit in maximal fünf Gruppen zu ca. 25 Personen. Früher habe ich mir dann fünf Speicherchips genommen und bei jedem Hörsaal den Chip gewechselt. Vor jeder Gruppe wurde dann die Bezeichnung des Hörsaals mit fotografiert, so konnte ich im Bedarfsfall auch an Hand der Zeit die Bilder korrekt zuordnen. Zwischen den Einheiten habe ich dann die Bilder eingelesen und bearbeitet. Inzwischen habe ich die technische Seite etwas ausgebaut. Die Daten werden nun direkt von der Kamera in den Rechner gespielt und verarbeitet. Geblieben ist aber die erste Aufnahme mit der Bezeichnung des Hörsaals.
Da ist zunächst einmal die Verbindung von der Kamera zum Rechner. Leider sind die üblichen USB-Kabel viel zu kurz, um ein bequemes Arbeiten zu gewährleisten. Eine einfache Verlängerung des USB-Kabels war nicht zweckmässig, da es bei zu langen Kabeln zu Datenverlusten kommen kann. Die Lösung ist ein fünf Meter langes USB-Kabel mit Verstärker. Damit bin ich jetzt wunderbar mobil.
Zum Einlesen benutze ich die Canon Software EOS Utility, die jeder Canonkamera beiliegt. Dort habe ich zunächst einmal angegeben, wo die Bilder abgespeichert werden sollen. zudem ist es für mich auch wichtig, eine zweite Kopie der Bilder zu haben und daher habe ich im Menü noch angegeben, dass die Bilder zusätzlich auch noch auf dem Speicherchip gesichert werden. Man kann allerdings auch auf den Speicherchip verzichten, dann liegen die Bilder nur auf dem Rechner – das ist mir aber zu unsicher.



Die Kamera habe ich übrigens von der vollen Auflösung (15 Mio Pixel) herunter gestellt auf acht Mio Pixel. Das reicht für Passbilder vollkommen aus und reduziert sowohl die Übertragung von der Kamera zum Rechner, als auch anschliessend auf den Server des Labors. Und hier fotografiere ich entgegen meiner sonstigen Einstellungen nur im JPEG-Format.
Nun, da ich versuche, mir das Leben auch möglichst einfach zu machen, reichte mir das bloße Einlesen der Bilder nicht aus. Daher bemühte ich Lightroom und habe die nette Funktion der automatischen Ordnerüberwachung gestartet. Jetzt werden die Bilder zunächst von der Kamera auf die interne Festplatte gespeichert und Lightroom kümmert sich darum, dass die Bilder automatisch in die Datenbank aufgenommen und auf die externe Festplatte verschoben werden. (Zur externen Festplatte gibt es unten noch eine kleine Erläuterung.)
Das automatische Einlesen in Lightroom geht eigentlich recht einfach. Man legt im Menü "Datei –> Automatisch importieren –> Einstellungen…" den Pfad an, den Lightroom überwachen soll. Bei mir ist das natürlich der Ordner, den ich schon in den EOS Utility angegeben habe. Und jetzt liest LR automatisch alle Bilder aus dem Ordner ein und versieht sie z.B. mit den vorgegebenen Stichwörtern, benennt sie um usw.


Wenn ich in Lightroom dann noch die Einstellung im Bibliotheksmodul von "Übersicht" auf "Einzelbild" stelle, wird mir nach dem Überspielen auch recht schnell das eben gemachte Bild recht groß dargestellt.


Anschließend muss ich die Bilder lediglich noch den richtigen Ordnern für den Hörsaal zuordnen korrekt benennen und fertig. Die Bilder werden anschliessend per Export-Befehl ausgegeben und als ZIP-Archiv (das ist bedingt durch den Upload-Prozess) in die Druckerei geschickt.
Zulegen werde ich mir demnächst aber noch ein abgewinkeltes USB-Kabel, denn die jetzt verwendete Variante ist, wie man sehen kann, etwas unpraktisch.

Noch ein kleiner Exkurs zum Thema Lightroom und externe Festplatten. Leider kann man unter Windows die externen Festplatten nicht so einstellen, dass sie immer mit dem gleichen Laufwerksbuchstaben angemeldet werden. Hat man z.B. eine Kartenlesegerät angeschlossen, dann kann es sein, dass der erforderliche Laufwersbuchstabe bereits verwendet wird und Lightroom die Bilder nicht findet.
Wenn man allerdings beim Hochfahren des Rechners immer erst die externe HDD anschliesst (der man vorher mit der Windows Verwaltung einen Laufwerksbuchstaben zugeordnet hat), dann ist das durchaus möglich. Es ist eben nur ein wenig Konzentration nötig. Und so kann ich auch meine externe Platte an den Desktoprechner zu Hause anschliessen.









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Written by Teatime
Topics: Technik