Martin Wolf ruft – und viele folgen. Ich auch.
Martin hat auf seinem Blog wie in den letzten Jahren auch, erneut dazu aufgerufen, das persönlich beste Bild 2011 bis zum 08. Januar 2012 rauszusuchen und zu veröffentlichen. Martin wird die Ergebnisse dann in einer Galerie präsentieren.
Ich habe daher mein Archiv auch durchsucht und viele Bilder gefunden, die mein persönliches Lieblingsbild darstellen könnten. Schade ist nur, dass ich einige hier nicht zeigen darf, denn wie sicherlich bekannt ist, arbeite ich als hauptberuflich ziviler Fotograf für die Bundeswehr und da kann ich die Bilder leider nicht einfach in der Öffentlichkeit zeigen. Da ich aber natürlich auch noch fotografiere, wenn ich mal nicht im Dienst bin, fallen da zum Glück auch viele Bilder an.
Fotografisch war ich letztes Jahr oft unterwegs. Manchmal für mich, aber auch oft für Agenturen. Bilder von Fußballspielen gibt es ebenso, wie die meiner heimlichen Leidenschaft, dem Kitesurfen. Da gibt es natürlich auch gute Bilder, aber irgendwie passt da keins als mein persönliches Highlight.
Ich habe dann lange überlegt, welches Bild denn nun wirklich mein bestes Foto 2011 war. Letztendlich habe ich mich nicht zu einem Auftragsbild entschieden, sondern zu einem Foto, das einfach so beim Spaziergang entstanden ist. Das ausgewählte Bild ist für mich ein Symbolbild meiner eigenen fotografischen Neuorientierung.
Ich habe mir für 2012 vorgenommen, fotografisch einige Veränderungen vorzunehmen. Meine Anstellung als Fotograf ernährt mich und meine Familie zwar gut, aber irgendwie möchte ich mich auch gerne mal wieder in andere Bereiche rein. Angebote, auf Hochzeiten zu fotografieren habe ich lange nicht angenommen, aber mich juckt die neue reportageartige Begleitung einer Hochzeit ungemein. Und wie einige wissen, habe ich über 20 Jahre als Pressefotograf gearbeitet, so dass ich mir so etwas durchaus auch zutraue.
Daneben möchte ich auch gerne mal meine Arbeiten in einer Ausstellung zeigen. Sei es virtuell, in einer “echten” Galerie oder wo auch immer sich mal eine Gelegenheit bietet. Priorität hat daher im Moment meine eigene Webseite, an der ich zusammen mit einem Freund mit Hochdruck arbeite, um zumindest die virtuelle Galerie endlich fertig zu stellen.
Das sind jetzt nur einige Baustellen, die ich derzeit bearbeite. Viele Ideen schwirren noch in meinem Kopf und einige sind auch schon etwas konkreter zu Papier gebracht worden.
Und genau das symbolisiert mein “Bestes Foto 2011″:
Ich weiss wo ich herkomme, habe aber im Moment vielleicht auch noch zu viele verschiedene Ziele. Ich bin daher auch selbst gespannt, für welches ich mich dann Ende 2012 entschieden haben werde.

Das Foto wurde in Lightroom lediglich in Kontrast und Helligkeit angepasst. Ansonsten habe ich keinerlei Bearbeitungen daran vorgenommen. Es ist übrigens aufgenommen mit einem iPhone…
Kleiner Tipp: wer schon sein Lieblingsbild bei visuellegedanken.de einreicht, kann das eigentlich auch gleich noch bei BlogTimes machen. Denn dort kann man mit seinem besten Foto auch noch einen LG 23″-Monitor gewinnen. Der Wettbewerb geht bist zum 18. Januar 2010.
Continue reading...28 Dezember 2011
Vieles hatte ich schon gehört und gelesen von Steffens “Stilpirat”- Logbuch und war mächtig neugierig geworden. Nun habe ich von meinem Sohn zu Weihnachten auch “mein” Exemplar erhalten.
Ich hatte das Vergnügen, mit Steffen auf der Rückfahrt von der Photokina 2010 nach Hamburg im Abteil zu sitzen. Ich war beeindruckt von seiner Art und kann gut nachvollziehen, wie er auf einer Bühne oder bei einem Workshop rockt. Ein Workaholic im positiven Sinne, der Fotografie liebt und lebt. Und genau das merkt man auch, wenn man sein Buch liest. Ich habe mich mehrere Male gezwungen, das Buch einfach zur Seite zu legen, um es nicht in einem Rutsch zu lesen. Ich wollte das Gelesene auch mal wirken lassen. Ausserdem sind die Weihnachtsfeiertage ja auch etwas länger, sodass man was für mehrere Tage davon hat.
Natürlich – und das liegt in der Natur der Sache – kann man nicht mit allem übereinstimmen, was der Stilpirat so schreibt. Ich würde niemals eine Fototechnik verurteilen oder ganz ablehnen, nur weil man sich selbst daran satt gesehen hat oder aber vielleicht sogar falsch anwendet. Jede Technik hat ihre Berechtigung und ist – für sich gesehen und bei massvoller Nutzung zur richtigen Gelegenheit – ein Stilmittel, das tatsächlich aus einem durchschnittlichen Bild ein etwas besseres macht. Nur übertreiben (wie z.B. oft im Falle HDR) sollte man es nicht, da sind wir uns einig.
Bei vielen Geschichten und Anekdoten in dem Buch möchte ich gerne den “Zitat-Button” drücken und einen Kommentar hinterlassen. Aber halt – das ist ein Buch, da geht es nicht – leider. Viele Sätze möchte ich kommentieren oder mit meinen eigenen Erfahrungen ergänzen. In einigen Ausführungen habe ich mich auch selbst erkannt, einiges sogar genauso erlebt, wie Steffen. Es kribbelt in den Fingern, seine eigene ganz persönliche Geschichte auch aufzuschreiben. Und wenn ich ehrlich bin, liegen schon seit sehr langer Zeit viele kleinere Artikel auf meinem Rechner als Artikel für meinen Blog, die bereits eine Grundlage dazu bilden können. Und ich bin mir sicher, dass es auch vielen anderen Fotografen so geht.
Leider habe ich aber auch einen kleinen Wermutstropfen. Zum Ende hin habe ich den Eindruck, dass die letzten Passagen noch schnell hingeschrieben wurden und unterscheiden sich vom Stil der vorangegangenen Kapitel deutlich. Die Spannung, das Interessante ist plötzlich weg und ich hatte den Eindruck, dass das Buch jetzt endlich fertig werden sollte – oder musste. Da fehlt mir etwas der Stilpirat-Stil. Aber vielleicht geht es ja nur mir so.
Nichtsdestotrotz bekommt das Buch von mir eine absolute Leseempfehlung für jeden Fotointeressierten. Aber auch andere dürfen da gerne reinlesen, das kann ja nie schaden. Über eines sollte man sich aber im Klaren sein: Kapitel für Kapitel lesen und dann weglegen, geht nur mit Zwang. Am Besten ist es, man setzt sich mit dem Buch und einem Glas Wein (oder einem anderen bevorzugten Getränk) in seine Leseecke und lässt sich nicht mehr stören.
Steffens ebenfalls sehr lesenswerten Blog findet ihr unter www.stilpirat.de. Dort könnt ihr auch sehen, wo seine nächsten Workshops stattfinden, um ihn vielleicht auch mal live zu erleben.
“Abenteuer Fotografie. Aus dem Logbuch eines Fotografen“
Steffen “Stilpirat” Böttcher (Autor)
Gebundene Ausgabe: 209 Seiten
Verlag: Galileo Design; Auflage: 1 (28. November 2011)
ISBN-13: 978-3836218214
Größe: 23,4 x 17,6 x 2 cm
Preis: 19,90 €
Weitere Informationen und Leseprobe auf der Verlagsseite von Galileo Design.
Bestelllink (Affiliate) zu Amazon.
Continue reading...11 Oktober 2011
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Am 08.10.2011 wurde ich eingeladen, an einem sogenannten Hangout bei Google+ teilzunehmen. Ein Hangout bei Google+ ist eine Art Videokonferenz, in der sich die Teilnehmer treffen, um zu reden, Projekte bearbeiten oder enfach nur, um über ein Thema zu diskutieren.
Das Thema meines ersten Hangouts war “Commuities und social media für Fotografen” und wurde von Olaf Bathke und Calvin Hollywood veranstaltet. Olaf hat dabei den Moderatorenpart übernommen. So ein Hangout kann offensichtlich nur maximal zehn Leute gleichzeitig aufnehmen, so dass die Zahl der Teilnehmer beschränkt war. Das hatte allerdings auch den Vorteil, dass jeder mal zu Wort kommen konnte. Leider muss ich für meinen Teil sagen, dass ich nur die ersten Statements mitbekommen habe, danach brach meine Verbindung ab und es war mir nicht mehr möglich, in den Hangout zu gelangen. Daher will ich wenigstens hier nachträglich meinen Beitrag zur Diskussion mitteilen.
Social Medias sind für mich insofern ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit als Fotograf, dass ich mir viele Anregungen und Hilfen von befreundeten Fotografen hole. Auch ich selbst bekomme oft Anfragen zu einem bestimmten Problem und wenn ich keinen Lösungsvorschlag habe, dann kenne ich inzwischen über die Social Media so viele Kollegen und kann einen kompetenten Ansprechpartner empfehlen. Nebenbei erfährt man aber auch über seine Kontakte einiges. So weiss ich, wer sich z.B. gerade in Italien aufhält, wo tolle Locations in Bayern zu finden sind usw.
Besonders schön finde ich es, dass man viele Kollegen auch mal kurzfristig besuchen kann, wenn man sich gerade beruflich oder privat in deren Stadt aufhält. Oft werden dann spontan kleinere Treffen in einer gemütlichen Kneipe organisiert und man lernt so auch wieder andere Kollegen kennen, denen man zuvor nur virtuell über den Weg gelaufen war.
Social Medias sind seit meiner Begeisterung für Onlinemedien ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden. Das fing sehr früh an, als es noch keine Foren gab, wie man sie heute kennt. Anfangs teilte man sein Wissen in Newsgroups und meine wichtigste war die de.rec.fotografie. Auch damals hatte man das Bedürfnis, sich nicht nur virtuell auszutauschen, sondern es wurden jährliche Treffen organisiert, bei denen Workshops zu unterschiedlichsten Themen abgehalten werden. Inzwischen ist man glaube ich im 13. Treffenjahr. Die Newsgroup selbst besuche ich schon länger nicht mehr regelmässig, aber das hat eher berufliche Gründe. Der Kontakt zu einigen Mitgliedern dort ist aber nie abgerissen und in der Regel trifft man sich alle zwei Jahre auf der Photokina in Köln.
Die Frage danach, ob ich schon eimal Aufträge über die Social Media bekommen habe, kann ich eindeutig mit “Nein” beantworten. Natürlich wird hin und wieder mein Portfolio abgefragt, aber dass jemand mich jetzt auf Grund des Kennens bei facebook, twitter oder anderen Plattformen buchen würde, kann ich nicht bestätigen. Da geht wohl immer noch der Faktor Mundpropaganda am Besten.
Was die anderen Teilnehmer zum Thema “Commuities und social media für Fotografen” zu sagen hatten, könnt ihr euch in dem Video vom Hangout bei YouTube anhören: Hangout mit Olaf Bathke, Calvin Hollywood und anderen.
Mein Google+-Profil findet ihr hier.
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2 Januar 2012
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