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Merkzettel und Linktipps

14 Januar 2012

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Ich bin in der letzten Woche auf vielen Webseiten gewesen und habe mal einige Seiten gebookmarkt, die ich gerne – verbunden mit einigen eigenen Bemerkungen – hier vorstellen möchte. Sorry an alle Nikon-Fans: ich nutze Canon-Equipment, daher ist das manchmal etwas Canon-lastig.

Canonrumors

Anfang des Jahres scheinen viele Unternehmen neue Produkte auf den Markt zu werfen. Canon kommt demnächst mit der EOS 1DX, Nikon schiebt die D4 nach. Über diese Kameras wurde schon viel in den diversen Blogs berichtet.

Allerdings las ich jetzt, dass Canon wieder einige Linsen aus dem Programm genommen hat. Laut Canonrumors gibt es das Canon EF 2,8/28 nicht mehr in den Preislisten. Zusammen mit diesem Objektiv fehlen wohl auch das Canon EF 2,5/50 compact macro und das Canon EF 2,8/135 softfocus. Bei letzterem kann ich es noch verstehen, denn den Effekt kann inzwischen jedes billige EBV-Programm. Wobei die Analogfraktion jetzt sicher laut aufschreit. Aber die wechseln ja – wie einige Blogberichte zeigen – inzwischen lieber in die Mittel- oder Großformatliga.

Rausgenommen hat Canon im letzten Jahr auch das wunderbare Canon EF 2,8/15 mm Vollformat-Fisheye. Ersetzt – soweit man davon sprechen kann – wurde es durch das Canon EF 4,0/8-15 L Fisheye-Zoom. Ich hatte das neue Zoom im letzten Jahr mal zum Testen kurz an meiner Kamera und ich war nicht so überzeugt. Zoomen vom kreisrunden Bild zum Vollformat passt meiner Meinung nach nicht zusammen. Entweder, ich will den kreisrunden Effekt oder Vollformat, da nehme ich dann das entspechende Objektiv und es passt. Ein Dazwischen ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Wer jetzt ein Vollformat-Fisheye als Festbrennweite haben möchte, muss auf dem Gebrauchtmarkt schauen – wo das Canon aber inzwischen sehr selten angeboten wird – oder auf Fremdhersteller zurückgreifen.

Das Canon EF 2,0/35 derzeit zu bekommen, scheint auch eine reine Glücksache zu sein. Die Händler haben lange Lieferzeiten, vermutlich wohl noch immer bedingt durch die Naturkatastrophe in Japan. Es soll aber laut Canonrumors ein neues Canon EF 1,8/35 in den Startlöchern stehen. Wenn es stimmt, kann ich nur hoffen, dass es nicht ebenso schlecht ist, wie das Canon EF 1,8/28. Letzteres habe ich nach drei Monaten wieder abgestossen.

Bitte in diesem Zusammenhang beachten, dass Canonrumors keine offizielle Seite von Canon ist und es sich dabei erst mal um Vermutungen handelt, die nicht bestätigt sind. Allerdings sind die Meldungen dort oft schon recht nahe an der Realität.

ebuzzing

Viele haben ihre Webseiten bei ebuzzing (früher WIKIO) gemeldet und verfolgen das Ranking ihrer Seiten. Auch auf meiner Seite hier findet ihr rechts in der Leiste den aktuellen Rang meiner Webseite. Die Webseite www.koeln-format.de hat jetzt mal in einem interessanten Artikel dargelegt, wie man seine Seite möglicherweise pushen kann. Es verwundert danach nicht, warum einige Seiten höher angesiedelt sind, als die Seiten, die man selbst eigentlich oben vermutet. Die Beobachtungen sind natürlich nicht wissenschaftlich untersucht, aber dennoch schon recht interessant.

Fotografischer Burn-Out-Killer

Jörg Langer hat offensichtlich herausgefunden, wie man als Fotograf einem Burn-out vorbeugen kann. Natürlich ist das nicht so ganz ernst gemeint, man möchte ja den Menschen, die tatsächlich an dem Syndrom leiden, nicht zu nahe treten. Aber versuchen kann man den Tipp ja mal. Auch sonst ist der Blog von Jörg sehr lesenswert.

Snapseed für den Mac

Photowalkingmunich vermeldet, das es die für iPhone und iPad sehr beliebte App Snapseed jetzt auch für den Mac gibt. Zu finden ist die App über den AppStore über das Applemenü. Während man mit Glück die App für iPhone und iPad oft auch mal umsonst bekommt, schlägt die App für den Mac mit 15,99€ zu Buche. Naja, eigentlich ist das immer noch günstig, aber im Verhältnis zu anderen Apps…

Das iPhone als immer-dabei-Kamera

In meiner vor-iPhone-Zeit habe ich die Leute belächelt, die ständig Bilder mit der Handykamera aufgenommen über instagram oder anderen Services in die Welt geschickt haben. Ich dachte, dass ich das nicht brauche. Inzwischen hat sich meine Meinung etwas geändert. Ich renne jetzt zwar nicht rum und mache alle Bilder mit dem iPhone, aber als Schnappschusskamera oder digitales Notizbuch, um z.B. eine tolle Location zu dokumentieren, ist das durchaus nützlich. Und zusammen mit GPS und Google Earth findet man den Ort auch wieder.
Der Stilpirat Steffen Böttcher hat in seinem letzten Urlaub die Nutzung des iPhone als Fotoapparat dann auf die Spitze getrieben und seine Urlaubsbilder komplett mit dem iPhone geschossen. Den Bericht dazu, findet ihr auf seinem Blog.

Objektivadapter fürs iPhone

Passend dazu bin ich bei photojojo auf einen Adapter für das iPhone gestossen. Damit ist es dann möglich, seine Canon- oder Nikon-Objektive an das iPhone adaptieren. Naja, ob das dann der leichten Fotoausrüstung im Urlaub entgegen kommt, ist dann doch eher fraglich. Auch der Preis von 249,- $ (derzeit rund 195,- €) ist nicht wirklich günstig. Dennoch sind die Adapter zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ausverkauft. Bedarf scheint also wohl zu bestehen.

Das iPad im Studio

Eine nette App für das iPad ist mir noch aufgefallen. Mit Hilfe dieses Programms kann man sein iPad in eine Softbox verwandeln. Inwieweit das Licht kalibriert ist oder welche Farbtemperatur das iPad ausstrahlt, geht leider nicht aus der Beschreibung hervor.

Kindergartenfotografie

Auf den Artikel über die Kindergartenfotografie bei Köln-Format wurde schon öfter in anderen Blogs oder Twitter hingewiesen. Aber auch die sich anschliessende Diskussion finde ich äusserst spannend und daher auch hier nochmal der Link dorthin. Interessant aber auch, dass sich die Autorin über (auch meiner Meinung nach berechtigte) Hinweise auf teilweise etwas unscharfe Bilder etwas leicht verärgert in einem Update und den Kommentaren äussert. In einem Artikel, in dem sie selbst die Kindergartenfotografen kritisiert. Nagut – davon abgesehen kann ich dem Artikel aber nur zustimmen. Wenn ich sehe, was im Bereich der Kindergarten- und Schulfotografie so abgeliefert wird, kann man manchmal nur den Kopf schütteln.

Soweit erst mal meine kleine Auswahl mit einigen Links. Ich weiß noch nicht, ob ich das jetzt regelmässig im Blog mache, aber erst mal hat mir persönlich das Zusammenstellen viel Spass gemacht. Natürlich freue ich mich auch über ein Feedback.

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Plädoyer für einen Sucher

13 Mai 2011

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Ich mag sie nicht, diese kleinen Digitalkameras. Ebenso wenig die Nutzer dieser Digitalkameras, die krampfhaft nach hinten gebeugt (warum eigentlich?) – manchmal gepaart mit in die Stirn geschobener Brille – angestrengt auf das Rückteil der Kamera schauen, um dort irgendwie zu erkennen, ob das, was fotografiert werden soll, auch wirklich drauf ist.

Nein – nicht die Kameras selbst meine ich, sondern den fehlenden optischen Sucher. Zu einer Kamera – ob kompakt oder hightech – gehört nun mal ein Sucher. Basta! Ich will da durchschauen und nicht dieses blöde kleine Display vor mir haben. Zumal ich dafür auch meine Lesebrille extra aufsetzen müsste, um etwas zu erkennen. Einen Sucher nehme ich an das Auge, ich sehe, was ich fotografieren will und fertig. Und da kann ich per Dioptrienausgleich auch den Sucher auf mein Auge einstellen. Parallaxe – egal, das lernt man schnell. Und daneben funktioniert so ein Sucher auch dann, wenn die Sonne so hell ist, dass man auf dem kleinen Bildschirm nichts mehr erkennen kann.

Ein weiterer Vorteil ist die Haltung der Kamera. Bei einem normalen Sucher habe ich die Kamera vernünftig in der Hand und drücke sie auch leicht an meinen Kopf. Der Bildschirmsucher zwingt einen dazu, die Kamera weiter vom Kopf weg zu halten. Und um richtig zu fotografieren, wird das Gerät dann eben auch mal nur mit zwei Fingern jeder Hand gehalten. Eigentlich ja nur mit insgesamt dreien, denn ein Finger löst ja aus. Man kann sich nun ausmalen, was im Gedränge passiert, wenn die ganze Verwandschaft sich um die beste Position kloppt, um das Brautpaar möglichst Format füllend drauf zu bekommen. Ein leichter Rempler und die neue Kamera liegt auf dem Boden. Denn wer nutzt schon die kleine mitgelieferte Handschlaufe?

Warum die Hersteller im mehr auf einen optischen Sucher verzichten und die Kunden statt dessen zwingen, solche Verrenkungen zu machen, weiß ich nicht. Die Antwort auf eine Anfrage kenne ich jetzt schon „Weil es der Kunde so wünscht.“ Standardantwort. Vermute ich. Ich wünsche es aber nicht. Aber mich hat man ja auch nicht gefragt.

Also, liebe Hersteller: warum verzichtet ihr denn nun wirklich auf die optischen Sucher? Ist die Kamerakonstruktion ansonsten zu problematisch? Kosten die kleinen Linsen ein immenses Geld? Will der Chef es einfach so? Wie dem auch sei, ich wünsche mir die optischen Sucher an jeder Kamera, so schwer kann das nun doch wirklich nicht sein, oder?

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Eine neue alte Kamera

4 Mai 2011

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Vor einiger Zeit habe ich hier im Blog darüber berichtet, dass und warum ich mir eine Canon EOS 50D für meine Sportaufnahmen zugelegt habe. Geschwindigkeit, Reserven für Ausschnitte durch die hohe Auflösung von rd. 15 Mio Pixel und eine Bildfrequenz von ca. 6 Bildern/s waren damals mein Kaufkriterium. Zusammen mit der langsamen Canon EOS 5D (Vollformat) war das meiner Meinung nach eine gute Kombination, die auch noch bezahlbar war.

Mit der – wie ich dachte – ausreichenden Ausrüstung habe ich mich bei einer Sportbildagentur beworben, die auch in der Fußball-Bundesliga tätig ist. Der erste Einsatz war für mich nicht sehr befriedigend. Ich musste mich erst mal mit der Arbeitsweise anfreunden, was doch länger dauerte, als ich dachte.

Viel schlimmer war aber die Tatsache, dass meine 50D fast nur Ausschuss produzierte. Bei der Ansicht auf 100% waren die Bilder nie so richtig knackscharf. Ich muss zugeben, dass mir das so selbst bisher noch nicht aufgefallen war, weil sich auch in anderen Agenturen bisher niemand darüber beklagt hatte.

Ein Testaufbau im Studio mit verschiedenen Objektiven und einem Lineal brachte dann die Gewissheit, dass die Kamera tatsächlich unscharfe Bilder produziert. Nun kann man bei der EOS 50D zwar eine Objektivjustierung vornehmen, aber auch das brachte nichts. Und Lust, die Kamera mit allen notwendigen Linsen zu Canon zu schicken, hatte ich nur bedingt.

Ein Testbild eines Redakteurs der Agentur und ich sah mich schon beim Händler und auf Nikon umsteigen…

Nun, so weit kam es dann nicht. Der Redakteur empfahl mir, mich erst mal nach einer Canon 1D MK II (N) umzuschauen. Auch, wenn sie “nur” 8 Mio Pixel hat, reicht diese Kamera für die meisten Bilder im Sportbereich aus. Was soll ich sagen? Ich konnte die EOS 50D verkaufen und für den erzielten Preis von einem Sportfotografen aus Österreich eine 1D Mk II N erwerben.

Und ich bereue nichts! Ich hätte nie geglaubt, dass der Unterschied so gravierend ist. Der Autofokus trifft auch bei den möglichen 8,5 Bildern/s fast immer ins Schwarze und die Qualität der Bilder ist im Unterschied zur 50D enorm. Gut – irgendwer wird jetzt sagen, dass die 1D MKII im Gegensatz zur 50D ja auch weniger Pixel hat und dadurch schärfer ist (oder wie auch immer), aber ich darf doch wohl von einer damals knapp tausend Euro teuren Kamera, wie die 50D, erwarten, dass sie auch scharfe Bilder produziert, ohne dass man sie erst zu Canon einschicken muss.

Das Bedienkonzept der 1D MKII N ist zwar etwas unbequem, muss man doch für fast alle Funktionen zwei kleine Knöpfe drücken. Aber inzwischen habe ich mich daran auch gewöhnt.

Mein Fazit: Auch, wenn ich vorher sehr skeptisch war und viel lieber eine 1D MK III oder MK IV hätte, der Tausch 1:1 war einfach nur gut und vor allem zunächst einmal preiswerter. Was allerdings nicht heisst, dass eine MK IV nicht auf der Wunschliste steht.

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