Am 08.10.2011 wurde ich eingeladen, an einem sogenannten Hangout bei Google+ teilzunehmen. Ein Hangout bei Google+ ist eine Art Videokonferenz, in der sich die Teilnehmer treffen, um zu reden, Projekte bearbeiten oder enfach nur, um über ein Thema zu diskutieren.
Das Thema meines ersten Hangouts war “Commuities und social media für Fotografen” und wurde von Olaf Bathke und Calvin Hollywood veranstaltet. Olaf hat dabei den Moderatorenpart übernommen. So ein Hangout kann offensichtlich nur maximal zehn Leute gleichzeitig aufnehmen, so dass die Zahl der Teilnehmer beschränkt war. Das hatte allerdings auch den Vorteil, dass jeder mal zu Wort kommen konnte. Leider muss ich für meinen Teil sagen, dass ich nur die ersten Statements mitbekommen habe, danach brach meine Verbindung ab und es war mir nicht mehr möglich, in den Hangout zu gelangen. Daher will ich wenigstens hier nachträglich meinen Beitrag zur Diskussion mitteilen.
Social Medias sind für mich insofern ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit als Fotograf, dass ich mir viele Anregungen und Hilfen von befreundeten Fotografen hole. Auch ich selbst bekomme oft Anfragen zu einem bestimmten Problem und wenn ich keinen Lösungsvorschlag habe, dann kenne ich inzwischen über die Social Media so viele Kollegen und kann einen kompetenten Ansprechpartner empfehlen. Nebenbei erfährt man aber auch über seine Kontakte einiges. So weiss ich, wer sich z.B. gerade in Italien aufhält, wo tolle Locations in Bayern zu finden sind usw.
Besonders schön finde ich es, dass man viele Kollegen auch mal kurzfristig besuchen kann, wenn man sich gerade beruflich oder privat in deren Stadt aufhält. Oft werden dann spontan kleinere Treffen in einer gemütlichen Kneipe organisiert und man lernt so auch wieder andere Kollegen kennen, denen man zuvor nur virtuell über den Weg gelaufen war.
Social Medias sind seit meiner Begeisterung für Onlinemedien ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden. Das fing sehr früh an, als es noch keine Foren gab, wie man sie heute kennt. Anfangs teilte man sein Wissen in Newsgroups und meine wichtigste war die de.rec.fotografie. Auch damals hatte man das Bedürfnis, sich nicht nur virtuell auszutauschen, sondern es wurden jährliche Treffen organisiert, bei denen Workshops zu unterschiedlichsten Themen abgehalten werden. Inzwischen ist man glaube ich im 13. Treffenjahr. Die Newsgroup selbst besuche ich schon länger nicht mehr regelmässig, aber das hat eher berufliche Gründe. Der Kontakt zu einigen Mitgliedern dort ist aber nie abgerissen und in der Regel trifft man sich alle zwei Jahre auf der Photokina in Köln.
Die Frage danach, ob ich schon eimal Aufträge über die Social Media bekommen habe, kann ich eindeutig mit “Nein” beantworten. Natürlich wird hin und wieder mein Portfolio abgefragt, aber dass jemand mich jetzt auf Grund des Kennens bei facebook, twitter oder anderen Plattformen buchen würde, kann ich nicht bestätigen. Da geht wohl immer noch der Faktor Mundpropaganda am Besten.
Was die anderen Teilnehmer zum Thema “Commuities und social media für Fotografen” zu sagen hatten, könnt ihr euch in dem Video vom Hangout bei YouTube anhören: Hangout mit Olaf Bathke, Calvin Hollywood und anderen.
Mein Google+-Profil findet ihr hier.
Continue reading...22 August 2011
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Manchmal wundert man sich als Fotograf doch, was Kunden so für Vorstellungen haben. Da werden Bilder verlangt, die man eigentlich selbst für so schlecht hält, dass man sie eigentlich nicht machen möchte. Aber: der Kunde ist König. Er bezahlt mich für meine Arbeit und so mache ich das, was er wünscht. Und nur ein zufriedener Kunde kommt zurück. Das wird mich aber nie davon abhalten, dem Kunden zusätzlich noch eigene Vorschläge zu unterbreiten. Am Besten in Form von fertigen Bildern, die man bei der Präsentation der Ergebnisse mit vorlegt.
Ebenso geht es mir, wenn ich Hochzeiten oder andere gesellschaftlich Veranstaltungen fotografiere. Ich hatte mal die Situation, dass ein junges Paar jubelnd auf ein Bild schaute, auf dem im Hintergrund eine ältere Dame unscharf zu sehen war. Ich habe dann erfahren, dass es äusserst schwer ist, die Großmutter des Bräutigams zu fotografieren. Sie drückte sich, wo sie konnte und mied Fotografen wie die Pest. Leider hatte das Paar dieses im Vorgespräch nicht erwähnt, sonst hätte man als Fotograf ein wenig den Fokus darauf legen können. Aber: die Kunden waren zufrieden – natürlich nicht allein wegen des einen Bildes – und es kamen noch einige weitere Kunden durch deren Empfehlung.
Und um die Frage im Beitragstitel zu beantworten: Ein gutes Bild ist eines, das dem Kunden, der mich bezahlt, gefällt. Zumindest gilt das bei Fotografen, die mit Bildern ihren Lebensunterhalt verdienen.
Continue reading...10 April 2010
11 Oktober 2011
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