Ich sollte eine Bo√üelpartie fotografieren. Es war saukalt, ich entschied mich dazu, in Ermangelung anderer Alternativen, meine lange Torwarthose als wärmendes Unterbeinkleid zu nutzen. Unter der Jacke noch eine extra Wärmeschutzjacke (eine Art Steppjacke) meines Arbeitgebers. So warm angezogen machte das Fotografieren auch bei der Kälte tatsächlich Spa√ü.
Irgendwie bin ich dann unterwegs gestolpert. Die genauen Umstände zu erklären, würde jetzt zu weit führen. Jedenfalls bin ich – Fotorucksack auf dem Rücken, die EOS 1D Mk IIN mit 2,8/70-200 im Arm – gestolpert und vorne über Richtung Asphalt geflogen. Instinktiv habe ich das Kinn an die Brust gedrückt, und mich in guter alter Judoka-Manier über die Schulter abgerollt. Die Steppjacke und die geplosterte Torwarthose schützen mich noch zusätzlich, so dass ich selbst nur mit einer leichten Schulterprellung aufstehen konnte. Ich fühlte mich bei den vielen Sternen zwar, wie Captain Jean-Luc Picard auf der Enterprise im Weltraum – aber sonst war alles in Ordnung. Kurz noch die Kamera und das Objektiv kontrolliert, alles gut – aufatmen – weiter fotografieren!
Zurück im Studio packte ich die Ausrüstung aus, sah das 2,8/16-35 und bekam zunächst einen Riesenschreck!
Normalerweise fotografiere ich ja ohne UV-Filter. Aber gelegentlich bei Aufnahmen im Gelände oder bei viel Regen, schraube ich es dann doch drauf. Immer dann, wenn ich der Meinung bin, dass eventuell die Linse vielleicht etwas in Mitleidenschaft gezogen werden koennte. Nun ist das beim Bo√üeln nicht in der Regel eigentlich nicht so der Fall – wenn man aufpasst – ich hatte es nur vergessen abzuschrauben.
Es ist das erste Mal, dass ich froh war, einen solchen Filter auf dem Objektiv gehabt zu haben.
Was mich bei der Sache aber etwas gestoert hat war, dass das Objektiv eigentlich recht weich eingepackt im Fotorucksack verstaut war, aber dennoch Schaden genommen hat. Wahrscheinlich bei der Gelegenheit, als ich elegant über Schulter und Rucksack abrollte.
Die kleine Delle gehoert zum Filter, das Objektiv macht aber noch einen guten Eindruck. Auch Zoom und Schärfering funktionieren noch. Ich werde das Objektiv aber auf alle Fälle noch zum Check an Canon senden. Vorsichtshalber.
Aber wie Eingangs schon geschrieben: Manchmal macht man auch mal alles richtig. Und so hält sich der Schaden zum Glück in Grenzen.











9 Februar 2012 at 14:53
Zentrierung geprüft? Hab vor 1/2 Jahr einen ähnlichen Fall bei einem Kollegen erlebt. Der Filter ging zwar wieder runter und das Objektiv war äu√üerlich ok, aber stark dezentriert.