Nur die Beschreibung eines Gerätes reicht natürlich nicht zur Beurteilung der Leistung. Daher komme ich jetzt zu den ersten Praxistests. Dazu werde ich zunächst mal mit dem Workflow beginnen, wie ich ihn auch in der Praxis anwende. Das bedeutet: Studiobilder, einlesen in den Rechner und Bearbeitung. Das alles mit Hilfe von Adobe Lightroom und Adobe Photoshop. 
Um nicht meine wertvollen Bilder zu zerstören, habe ich mich dazu entschieden, Bilder aus dem Originalarchiv meiner externen Festplatte (250GB, 2,5″, Seagate) auf die von mir bei der Installation angelegte Partition D: der Notebook-Festplatte zu kopieren. Von dort aus kann ich jetzt mit den Originalbildern in Ruhe im Praxiseinsatz arbeiten. Sollte da etwas schief gehen, ist das nicht ganz so tragisch.
Das Kopieren von der USB-Platte auf die HDD erwies sich allerdings als recht zeitintensiv. Für rd. 42 GB (= 4736 Bilder in RAW und JPEG) benötigte das System geschlagene 27 Minuten! Zuviel, um schnell mal größere Datenmengen zu transferieren.
Das Importieren der gleichen Datenmenge nach Lightroom ging allerdings dann erheblich schneller. Rund fünf Minuten sind für ein 64Bit-System bei der Datenmenge durchaus akzeptabel. Dabei habe ich allerdings noch keine 1:1-Vorschauen erstellen lassen, denn das möchte ich auch noch einmal getrennt testen, dauert es auf meinen anderen Systemen doch sehr lange. Zum Glück kann man beim Lightroom weiter arbeiten. Die Erstellung der neuen Vorschauen läuft bequem im Hintergrund.
Das Erstellen der 1:1 Vorschauen war entgegen meiner Erwartungen der zeitintensivste Vorgang. Irgendwann nach einer Stunde habe ich dann aufgehört, die Zeit zu messen. Vielleicht stimmte eine Einstellung im Lightroom nicht, aber den Fehler kann ich fast ausschliessen, da ich die Einstellungen vom anderen Rechner übernommen habe. Also in der Beziehnung ist das Gerät dann doch etwas sehr langsam gewesen.
Das Arbeiten mit Lightroom geht ansonsten sehr flott. Die Bibliotheken werden schnell dargestellt und auch bei der Einzelansicht der Bilder bzw. im Entwickeln-Modus zeigt das Gerät keine Schwächen. Für diese Aufgabe ist das Fujitsu Notebook wunderbar geeignet.
Die zweite Aufgabe bestand darin, im Photoshop Bilder zu öffen und bearbeiten. Seit Lightroom benötige ich Photoshop für die reine Bildkorrektur und RAW-Konvertierung kaum noch. Für diesen Test habe ich zwanzig Bilder á ca. 15 MB Größe in PS geladen. Das dauerte am Ende dann doch ein wenig. Man merkte, wie sich langsam der Speicher füllte. Dennoch lagen die Zeiten noch im akzeptablen Rahmen und es war durchaus eine Leistungssteigerung in der Geschwindigkeit gegenüber meiner anderen Rechner festzustellen.
Aktionen im Photoshop (das sind Makros, die immer wiederkehrende Aufgaben automatisieren können) liefen bedeutend schneller ab. Insbesondere beim Erstellen von High-Dynamic-Range (HDR) Bildern, bei dem mehrere Bilder unterschiedlicher Belichtungen zu einem großen Bild zusammengerechnet werden müssen, war die Leistung des Amilo zu spüren. Manch andere Rechner melden sich mit einem Hinweis auf zu wenig Speicher ab, andere brauchen deutlich länger.
Alles in allem sind die Leistungswerte bei dere Bildbearbeitung schon sehr gut und man kann den Amilo als ernst zu nehmende Alternative zum Desktop für meine Aufgaben als Fotograf in Betracht ziehen.
Nach diesen ersten Vorbereitungen wird es jetzt ernst: wie bewährt sich das Notebook im täglichen Workflow im Studio oder on Location, bei denen ich den Amilo als Vorschaurechner einsetzen will. Das gilt es als nächstes zutesten.
Da ich aber momentan nicht zu Hause weile, darf meine Tochter das Notebook in der Zwischenzeit für ihre Spiele testen und dann einen kleinen Bericht dazu verfassen. Ich bin gespannt, ob das Notebook bei ihrem Spiel “Die SIMS” gute Kritiken erhält.








Twitter Updates
13 Dezember 2009 at 16:44
Der Flaschenhals bei der Übertragung von Bildern ist der USB-Port. Ein Grund, warum meine nächste Backupplatte auch einen ESATA-Port hat. Zusammen mit einer passenden Expresscard geht das dann auch am Notebook.
14 Dezember 2009 at 16:23
Das wird es wahrscheinlich sein. Ich habe mir inzwischen einen Firewire-Adapter zugelegt (Express-Card). Dafür erwarte ich nach Weihnachten noch das passende CF-Lesegerät. Vermutlich wird diese Kombination dann schneller agieren.