Geld verdienen mit eigenen Fotos

von Ralf Noehmer

Topics: Rezension

Robert Kneschke arbeitet erfolgreich als Stockfotograf und betreibt einen Blog www.alltageinesfotoproduzenten.de auf dem er viele Tipps und Informationen zur Arbeit als Stockfotograf veröffentlich. Mit seinem Buch gibt er dem Leser ein Werk in die Hand, das kaum Fragen offen lässt, zumal es ein vergleichbares Buch mit so detailierten Informationen meines Wissens auf dem deutschen Markt nicht gibt. Das Buch gliedert sich in zwei Teile: Bilder machen und Bilder verkaufen. Das Verhältnis beider Teile zueinander ist etwa 40:60, das ist auch in etwa die Aufteilung zu Fotografie und Administration, wenn man als Fotograf arbeitet. (Wobei ich manchmal sogar den administrativen Teil noch höher ansetzen würde.) In kurzen Abschnitten werden die Themen behandelt und ich wusste immer, dass hier jemand schreibt, der Ahnung hat und weiss, wovon er schreibt. Daneben ist sein Stil sehr flüssig, ebenso gut lesbar und wird auch nicht langweilig. Die relativ knapp gehaltenen Kapitel sind mit Informationen gefüllt, die man anderswo vergeblich sucht. Im ersten Teil geht Robert Kneschke auf grundlegende Dinge ein, wie z.B die richtige Ausrüstung, Gestaltungsregeln oder die Arbeit mit Models. Es gibt kaum ein wichtiges Thema, das nicht angesprochen wird. Manches etwas mehr, anders weniger, je nachdem, wie wichtig das Thema für die Arbeit als Stockfotograf ist. Hinweise auf Bilder, die in Agenturen gesucht werden oder nicht so gerne gesehen sind runden das Buch ab. Der zweite Teil beschäftigt sich damit, wie man seine Bilder bestmöglich vorbereitet, um sie anschliessend Gewinn bringend in Agenturen zum Verkauf unterbringt. Robert Kneschke geht dabei auf die vielen kleinen Dinge ein, die vielleicht für den Fotografen lästig sind, aber bei der Arbeit mit Agenturen ein elementarer Bestandteil für den Erfolg darstellen. Einen grossen Bereich nimmt dabei die Verschlagwortung ein, auf die im Buch besonders intensiv behandelt wird. Auch den verschiedenen Agenturen ist ein eigener Bereich gewidmet, in dem Robert Kneschke auch seine perönliche Einschätzung der jeweiligen Agentur abgibt. Weitere Kapitel, wie Statistik, Marketing, Gewerbe und Steuern fehlen ebenfalls nicht und bieten eine Fülle an Informationen für jeden Stockfotograf – sei es ein Anfänger oder aber schon ein erfolgreich im Geschäft tätiger Fotograf. Was mich zudem gefreut hat ist, dass auch Randthemen angeschnitten wurden. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einem anderen Stockfotografen über das Thema Tod und Vererbung von Bildrechten. In diesem Buch fand ich in einem Kapitel viele nützliche Hinweise, wie man so etwas vorher schon regeln kann, damit später die Erben auch Kapital aus den in den vielen Stockagenturen vorhandenen Bildern schlagen können. Wer nun allerdings glaubt, mit diesem Buch die Anleitung für den erfolgreichen Stockfotografen in der Hand zu haben, der irrt sich. Das Buch ist eine sehr grosse Hilfe und man sollte es gelesen haben, wenn man mit seinen Bildern Geld verdienen möchte. Aber Robert Kneschke lässt seine Leser immer wieder wissen, dass vor dem Erfolg der Fleiss kommt. Er macht immer wieder deutlich, dass mehr dazu gehört, als nur mal schnell auf den Auslöser zu drücken. Mein Fazit: Wer seine Bilder als Stockfotograf verkaufen will, bei dem gehört dieses Buch unbedingt ins Bücherregal. So viel geballte Information findet man nur sehr selten. Die Kapitel sind leicht verständlich und gut lesbar und bieten eine Fülle an Tipps und Hinweisen für eine erfolgreiche Arbeit ohne langweilig oder langatmig zu sein. Weitere Meinungen zum Buch: Fotografr.de, Fotolia-Blog, Sypke-Blog, Microstock Blog, kromberg.tk, Bildwerk3, fotos-verkaufen. Weitere Links nehme ich gerne mit auf. Robert Kneschke Stockfotografie – Geld verdienen mit eigenen Fotos mitp 2010. ISBN 987-3-8266-5886-0 Robert Kneschke – Stockfotografie: Geld verdienen mit eigenen Fotos* [Aktualisierung eingefügt, 09.02.2010, 13:40]

Comments are closed.