Neulich besuchte mich ein Freund und ich bot ihm an, dass er sich über das Hausnetz ins Internet einloggen kann, um auf die Webseite zuzugreifen. Er stecke aber kurzerhand einen kleinen USB-Stick in den Rechner und kurz darauf war er online. Und das in einer sehr annehmbaren Geschwindigkeit.

Der Fonic-Sick im Notebook
Da ich normalerweise nicht oft weit weg von Büro oder zu Hause weg arbeite, habe ich bisher keinen Bedarf verspürt, mit meinem Notebook irgendwo in der Ecke zu sitzen und zu surfen. Unterwegs klappt das eMail lesen ganz gut bei einem Kaffee im amerikanischen Restaurant mit dem großen “M”. Dort ist es möglich, nach einmaliger Registrierung, in Zusammenarbeit mit T-Online, für eine Stunde über das WLAN im Imbiss zu surfen. Das reicht in der Regel, um die aufgelaufenen Mails abzurufen und zu beantworten. Und damit ich nicht ständig mit dem großen Notebook rumrenne, mache ich das über mein Handy, einem O2-PDA.
Nun musste ich allerdings für ein paar Tage weg und suchte nach einer Möglichkeit, auch am Abend am Rechner sitzen zu können. Mir fiel der USB-Stick wieder ein, den mein Freund benutzt hatte. Die Infos dazu hatte ich noch gespeichert und kurz darauf hatte ich meinen Fonic-Stick bestellt.
Einige Tage später kam das Paket – gekostet hat der ganze Spass bis dahin 79,- € – und ich begann mit der Installation, wie angegeben. Die Treiber und die Software installierten sich automatisch vom Stick. Naja, die ganze Prozedur bis zum ersten Verbinden ins Netz hat letztendlich drei Tage gedauert. Vista erkannte den Stick, die mitgelieferte Software ebenfalls, der Versand von SMS klappte auch. Immerhin ist in dem Stick eine ganz normale Telefonkarte eingebaut, die man auch in seinem Handy zum Telefonieren nutzen kann. Aber ins Internet kam ich nicht. Nach vielen Recherchen fand ich dann im Netz auf einer Seite die Lösung: ich hatte im Rechner mehrere Dienste abgeschaltet, die im normalen Betrieb unnötig sind. Dazu gehörte auch der Dienst “Telefonie” mit ihm war noch ein weiterer Dienst verknüpft, der ebenfalls wieder aktiviert werden musste. Und jetzt klappte es. Die Karte loggt sich über HSDPA (High Speed Downlink Package Access) ins Netz ein, wenn verfügbar, oder schaltet automatisch auf die nächste Geschwindigkeit runter. Das macht die Karte auch, wenn man das Datenvolumen überschreitet, aber ein Gigabyte habe ich noch nicht erreicht. Das Surfen geht anschliessend flott und einen Leitungsabbruch hatte ich bisher noch nicht.

Nicht größer als ein USB-Stick und bestückt mit einer Micro-SD kann er auch so verwendet werden.
Aber was kostet der ganze Spass jetzt? Den Stick selbst habe ich über Fonic zusammen mit einem Startguthaben von 10,- € für 79,- € gekauft. Dazu kamen noch die 5,- € Gutschrift der Werbeprämie. Will ich surfen, so habe ich zwei Optionen. Zum einen kann ich einen monatlichen Pauschalpreis wählen, dann zahle ich einmalig 30,- € im Monat und kann jederzeit surfen. Allerdings wird nach einem Datenvolumen von fünf Gigabyte die Leitung wieder künstlich runtergeschraubt, so dass man nicht mehr mit voller Geschwindigkeit surfen kann. Eine Beschränkung, die wohl verhindern soll, dass Dauersurfer ständig eingeloggt bleiben – was immer das bringt. Die zweite Möglichkeit ist die Tagesflatrate. Hier zahlt man nach dem Einloggen 2,50 € und ist dafür den ganzen Tag bei einer Downloadbeschränkung von einem Gigabyte dabei. Eine Grundgebühr fällt in beiden Fällen nicht an.
Ich habe mich für die Tagesflatrate entschieden, denn so oft bin ich nicht unterwegs, als dass sich das für mich lohnen würde. Die Verbindung ist bisher schnell und macht keine Probleme. Allerdings bin ich bisher auch nur stationär unterwegs gewesen. Wie die Verbindungen unterwegs im Zug sind, kann ich noch nicht sagen.
Bei einem normalen Surfverhalten, um seine Mails abzurufen und beantworten, Webseiten besuchen und / oder Recherchen im Internet reicht mir diese Unterwegs-Lösung vollkommen aus. Aufladen kann man den Stick entweder über eine SMS oder auch über die Möglichkeit, den Stick monatlich mit einem gewissen Betrag aufzuladen. Ich mach es über SMS, so kann ich schnell den Stick aufladen und es sammeln sich keine großen Summen an.
Natürlich gibt es inzwischen auch noch andere Anbieter, da muss man einfach selber ein wenig vergleichen um herauszufinden, welches Preismodell zu einem passt. Fonic hat zudem für mich den Vorteil, dass diese über das O2-Netz gehen und meine sämtlichen Handys ebenfalls in diesem Netz laufen. So kann ich auch mit dem Fonic-Stick, wenn er ins Handy eigelegt ist, günstig mit meiner Familie telefonieren.








Twitter Updates
von Ralf Noehmer
Topics: Technik